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Burgen des 14.Jahrhunderts - Spätmittelalter


Das Schwarzpulver fand seinen Weg nach Europa und schon kurz danach entwickelte man Handfeuerwaffen und Kanonen. Boten bislang besonders hohe Mauern einen Vorteil bei einer Erstürmung mit Leitern, so waren sie nun ein ideales Ziel für die Kanonen der Angreifer. Daher reduzierte man nun ihre Höhe und ging beim Bau mehr in die Tiefe. Türme erhielten einen runden Grundriss anstatt eines eckigen. Neuartige Zwinger boten einen Zusatzschutz gegen Fußtruppen.




Burg Neu-Blankenheim


Die kleine Höhenburg Neu-Blankenheim wurde 1341 erstmal urkundlich erwähnt, erbaut wurde sie früher, das Datum ist aber nicht bekannt. 1521 wurde sie als 'zerstört' beschrieben und seitdem wegen ihrer strategischen Bedeutungslosigkeit nicht wieder aufgebaut.
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Burg Friedestrom


Die ehemalige Wasserburg Friedestrom wurde ab dem Jahr 1373 als Zollburg am Rheinufer errichtet. Ihr Niedergang begann im 16. und 17.Jahrhundert. Im 30-jährigen Krieg wurde sie zwar nicht erobert, aber schwer beschädigt. Etwa 40 Jahre später wurde sie von französischen Truppen erobert, die von brandenburgischen und holländischen Truppen vertrieben werden konnten. Nach deren Abzug rückten die Franzosen wieder ein und verwüsteten Friedestrom. Um 1800 herum diente die Anlage als Gutsbetrieb, die Kernburg war verfallen.
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Burg Kakesbeck


1316 wurde der an dieser Stelle vorhandene befestigte Hof durch den Drosten auf Burg Vischering zu einer Wasserburg auf zwei Inseln ausgebaut. Die Anlage wuchs in der Folgezeit zu einer der größten Burgen des Münsterlandes heran und besaß neben der Kernburg fünf Vorburgen mit Wirtschaftsgebäuden, die durch Wälle und Wassergräben gesichert waren. Fast ein Quadratkilometer an Fläche betrug die damalige Ausdehnung.
Über die Jahrhunderte verfiel die Burg zu einer Ansammlung ruinöser Gebäude. 1971 erwarb sie ein wohlhabener Privatmann, der dem Wiederaufbau sein Leben und sein Vermögen widmete. Seit seinem Tod im Jahr 2020 setzt eine Stiftung seine Arbeit fort. Die aus dem Jahr 1488 stammende Kapelle wurde 1868 abgerissen und zwischen 1988-2014 auf dem alten Grundriß neu aufgebaut. Neben weiteren neuzeitlichen Ergänzungen ist aber auch immer noch ursprüngliche Bausubstanz aus dem 14.- 17. Jahrhundert vorhanden. Die Burg soll weiter rekonstruiert werden, ist aber bewohnt und leider nur mit Abstand zu betrachten.
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Kasselburg


Die Kasselburg zeigt Bauelemente aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Erbaut wurde sie aber bereits im 12.Jahrhundert. Aus dieser frühen Bauphase stammt die Ruine des alten Pallas und der quadratische Bergfried, einst einmal freistehend, heute aber Teil der Wehrmauer der Kernburg. Um das Jahr 1400 herum wurden seine beiden unteren Geschosse weiter aufgemauert.
Er wird überragt von einem imposanten 37m hohen Torturm. In der Mitte des 14.Jh. erbaut, schützte er anfangs den Zugang zur Burg. Nachdem der Burg ein weiteres äußeres Tor vorgelagert wurde, diente er dann als Wohnturm.
Die Kasselburg gehörte seit 1291 urkundlich belegt den Grafen von Blankenheim - einer der mächtigsten Dynastien der Eifel. Mitte des 15.Jh. gelangte die Burg aber in den Besitz des konkurrierenden Trierer Erzbischofs, unter dem sie einen großangelegten Ausbau erfuhr. Die Herren von Manderscheid-Blankenheim konnten sie zu Beginn des 16.Jh. wieder zurück kaufen, Erbstreitigkeiten und wechselnde Besitzverhältnisse prägten aber auch ihr weiteres Schicksal. Zerstörungen erfuhr sie gegen Ende des 17.Jh. im Verlauf des Pfälzisch-Orléanischen Erbfolgekriegs durch Truppen Ludwigs XIV. 1744 soll sie sich bereits in einem ruinösem Zustand befunden haben. Nachdem französische Revolutionstruppen das Rheinland besetzt hatten, wurde die Kasselburg 1794 Frankreich zugeschlagen.
1815 kam die Ruine in den Besitz von Preussen, der Verfall setzte sich noch fort bis der an Architektur interessierte König Friedrich Wilhelm IV. nach einem Besuch erste Instandsetzungen initiierte. So verdankte der Torturm seine Restaurierung der Betreibergesellschaft der Eifelbahn. die ihren Fahrgästen damit etwas besonderes bieten wollte. Weitere Restaurierungen erfolgten im 20:Jahrhundert.
Heute befindet sich die Ruine der Kasselburg auf dem Gelände eines Adler- und Wolfsparks und kann zu dessen Öffnungszeiten besichtigt werden.
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Burg Kempen


Dank zahlloser Um-, An- und Neubauten fällt die zeitliche Einordnung des heutigen Gebäudes nicht leicht. Die ehemalige Wasserburg Kempen ist eine aus dem ausgehenden 14.Jh. stammende Landesburg, die zusammen mit den anderen kurkölnischen Landesburgen (Hülchrath, Lechenich, Linn, Uda, Zons, Zülpich) der territorialen Sicherung gegen die Herzogtümer Jülich und Brabant diente.
Von der früheren Vorburg künden heute nur noch wenige Mauerreste und der Stumpf eines Rundturms, der einmal Bestandteil der Stadtmauer war. Die Burg hatte von Anbeginn einen dreieckigen Grundriss und lag an einer nördlichen Ecke der Kempener Stadtbefestigung.
Während des 30-jährigen Krieges verwandelte sich die Kernburg durch Umbauten zu einem Schloss mit Renaissance-Elementen, während die Wehrhaftigkeit durch eine verstärkte äußere Ringmauer, eine Zugbrücke an Stelle der festen Brücke und eine erneuerte Bastion im Nordosten erhöht werden sollte.
Im Verlauf des Hessenkriegs wurde die Region des Niederrheins von protestantischen Truppen erobert und verwüstet. In dessen Verlauf wurde die Burg Kempen nach mehrstündigem Beschuß im Februar 1642 eingenommen.
1794 gerieten die linksrheinischen deutschen Gebiete in Folge der französischen Revolution unter französische Herrschaft. Die Burg wurde französisches Nationaleigentum und 1807 an einen Textilfabrikanten verkauft. Dieser lies die Bastion schleifen und den Nordflügel der Kernburg abreissen. Die Burg wurde dem Verfall überlassen, schließlich brannte sie 1851 bis auf die Mauern zu einer Ruine herunter.
Ab 1861 begann der Umbau zu einem Schulgebäude im neugotischen Stil, die Mauerstärke wurde reduziert und der Innenraum entkernt. Die Türme behielten jedoch ihre alte Wandstärke. Die Gebäude der Vorburg opferte man für einen Schulhof, 1868 wurde auch der Turm des äußeren Burgtors wegen Baufälligkeit abgerissen.
1953 brannte das Dach des Nordflügels, dessen Speichergeschoss danach neu gestaltet wurde. Die Burg wurd in der Folgezeit von der Kreisverwaltung und als Archiv genutzt. Nach der Verlegung des Archivs ist sie inzwischen wieder im Besitz der Stadt Kempen und soll zu einer "Bürgerburg" umgebaut werden. Es werden Führungen angeboten.
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Landesburg Lechenich


Lechenich besaß bereits seit dem 12.Jh. eine durch Wassergräben gesicherte Burg, die jedoch 1301 auf Befehl des habsburgischen Königs Albrecht I. zerstört wurde. Fünf Jahre danach begann man an der gegenüberliegenden Ecke der Stadt mit dem Neubau einer wuchtigen Wasserburg. Türme mit einer Höhe von 7 Stockwerken und ein 5-stöckiger Bergfried sicherten zusammen mit doppelten Wassergräben einen repräsentativen Pallas. Burg Lechenich hatte bis in das 16.Jh. den Status einer Residenz, Könige und Kaiser machten hier Station auf ihren Reisen. Einer Belagerung fiel die Burg nie zum Opfer, das Ende kam nach einer kampflosen Übergabe im Jahr 1689, als die darin einquartierten französischen Truppen die Kernburg bei ihrem Abzug in Brand steckten. Insbesondere die Dächer fielen dem Brand zum Opfer, notdürftige Reparaturen verhinderten nicht, dass auch die Tragbalken der Decken vermoderten. Die Kernburg wurde zu einer Ruine. Lediglich die Vorburg wurde weiterhin in Stand gehalten und genutzt.
Burg Lechenich befindet sich heute in Privatbesitz. Die Vorburg wurde saniert und dient als Wohnung und Firmensitz. Vor- und Kernburg sind nur von außen zu besichtigen.
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Burgruine Nothberg


Die Nothberger Burg ist heute nur noch eine Ruine, liegt unzugänglich auf dem Grundstück eines Landwirtes und wird im Bereich der Vorburg bewohnt. Daher bleibt nur ein Blick aus der Ferne.
Das Herrenhaus geht auf das 14. und 15.Jh. zurück. Ursprünglich eine rechteckige Donjonburg mit vier runden Ecktürmen, steht nur noch die Westwand mit zwei Türmen. Nord- und Westwand sind teilweise vorhanden, die Ostseite ist verschwunden. Ebenso alt ist der Torbau der Vorburg, deren Gebäudeflügel mit Teilen der Außenmauer verschmelzen.
Mutmaßlich gab es an Stelle der Kernburg bereits einen Vorgängerbau. Die ersten schriftlichen Dokumente über einen Besitzer datieren auf die Mitte des 14.Jh., als Ritter Edmund von Engelsdorf 1361 mit der Burg belehnt wurde. Bereits 1398 galt die Burg als stark sanierungsbedürftig.
1433 begannen Sanierungsmaßnahmen, zudem wurde die inzwischen militärisch ungeeignete Kernburg zu einem Repräsentationsgebäude umgewandelt. Starke Beschädigungen trug die Nothberger Burg im Jahr 1543 davon, als Truppen Kaiser Karl V. im Geldrischen Erbfolgestreit verschiedene Festungen Gelderns erobern. Zwei Wochen später endete der Konflikt mit dem Vertrag von Venlo.
1555 wurde die Verteidigungsfähigkeit der Vorburg noch mal verstärkt - sehr wahrscheinlich unter Mitwirkung des bekannten Festungsbaumeisters A.Pasqualini, der auch für die Stadtgestaltung und die Festung von Jülich verantwortlich zeichnete. Das 17.Jh. brachte weitere Umbauten mit sich, 1646 sind es wieder kaiserliche Truppen, die Zerstörungen hinterlassen um die Verteidigungsmöglichkeit auszuschließen. 1756 hinterließ ein starkes Erdbeben erhebliche Schäden, die nie komplett behoben wurden. 1829 gelangte die Burg in bürgerlichen Besitz und wurde als Steinbruch genutzt. 1832/33 stürzte das Dach ein, bald darauf wurden die Giebel abgetragen. 1867 markierte den Beginn weiterer Jahre der Zerstörung: ein neuer Besitzer verkaufte die Eichenbalken des Daches und der Geschossdecken, die östlichen Türme wurden eingerissen und die Ostfassade des Herrenhauses zerstört.
Vor dem ersten Weltkrieg gab es Sanierungen, die aber schon bald endeten. 1944 tobte die Schlacht im nahen Hürtgenwald. Ein US-Panzer richtete noch mal weitere Schäden an.
Seit 1980 liefen Restaurienungsarbeiten an.
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Betrachtungen zur Geschichte der Nothberger Burg und Ihrer Besitzer von den Anfängen bis in die Gegenwart

Burg Reinhardstein


Burg Reinhardstein wurde 1354 erbaut und erst im 19. jahrhundert durch Leerstand - in Folge der Französischen Revolution - immer mehr dem Verfall preisgegeben. Ein Wiederaufbau erfolgte ab Mitte des 20.Jahrhundert nach alten Dokumenten und Plänen.
Die Burg kann nur eingeschränkt über Gruppenführungen besichtigt werden.
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Burg Uda


Um das Jahr 1300 herum wird das "Castrum Ude" erbaut und folgt dabei der Bauform einer Kastellburg mit nahezu quadratischem Grundriss und Ecktürmen. 1349 wechselt sie in den Besitz des Erzbistums von Köln und fungiert fortan als Grenzfestung gegen Geldern und Jülich. 1643 wird sie von hessischen Truppen zerstört, der größte Rundturm übersteht diesen Akt. Die beschädigten und ruinierten Restgebäude werden 1757 abgebrochen. Erst 1957 besinnt sich die Gemeinde ihres Wahrzeichens und startet Sanierungsmaßnahmen. Heute ist außer dem Turm nur noch etwas von den Fundamenten und einige Mauerreste zu sehen. Der Turm kann Sonntags besichtigt werden.
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Ruine Valkenburg


Eine Vorgängeranlage nach Art einer Motte entstand hier ab 1075. Bereits 1122 erfolgte nach einer Belagerung ihre erste Zerstörung. In nahezu jedem Folgejahrhundert wurde die Burg erneut belagert. Um sie dem damaligen Gegner nicht in die Hände fallen zu lassen, wurde sie im Dezember 1672 durch holländische Truppen gesprengt. Die heute sichtbaren Reste stammen mehrheitlich aus dem 14.Jh. Der Burghügel ist von unterirdischen Gängen durchzogen.
Die Ruine kann gegen Eintritt besichtigt werden.
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Letzte Änderung: 22.05.2022 - 13:56
Quelle: www.lipinski.de/burgen/14jahrhundert.php
Abgerufen: 04.02.2023 - 16:13 Uhr
Autor: Klaus Lipinski, Düsseldorf
Email: info(at)lipinski.de
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