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Burgen des 13.Jahrhunderts - Hochmittelalter-Spätmittelalter


Burg Angermund


Die Wasserburg diente als Grenzposten des Herzogtums Berg und war ab Mitte des 15.Jh. Sitz eines bergischen Kellners. Die Ringmauer und ein Teil des Hauptgebäudes stammen aus dem 13.Jh., der ursprünglich im 15.Jh. errichtete Torbau wurde 1635 erneuert. In den 1980er Jahren wurde die marode Burg saniert und zu einer modernen Wohnanlage umgebaut. Die Burg ist nicht zu besichtigen.
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Bertradaburg - Burg Mürlenbach


Die volktümlich "Bertradaburg" genannte Burg von Mürlenbach zeigt sich in der Gegenwart als eine Mischung aus Ruine und Rekonstruktion. Auf der dem Tal zugewendeten Ostseite steht der monumentale Torturm mit seinen beiden Rundtürmen. Er stammt vermutlich aus der Gründungszeit der Burg im ausgehenden 13.Jahrhundert, gleichwohl seine 30m hohen Türme und der Mittelbau zum großen Teil aufgemauerte Rekonstruktionen aus den 1990er Jahren sind.
Ein zweiter hangseitiger Zugang wurde Ende des 16.Jh. angelegt, der von heute nur noch ruinös erhaltenen Rondellen flankiert war. Ein mächtiger Schalenturm auf der Ostseite wurde 1870 zu Gunsten einer neu angelegten Fahrstraße gesprengt.
Der dritte Zugang von der Vorburg zur Kernburg stammt aus der Neuzeit und liegt auf der Nordseite. Der vormalige Grundriss der Vorburg ist bis heute nicht ganz klar.
Jahrzehntelang stritten sich die Herren von Prüm und Trier um die Burg, 1576 gelangte sie an Trier. Die Fortifikationen wurden danach ausgebaut, Mürlenbach verlor aber an Bedeutung und bereits 1683 galt die Burg als verfallen.
Der mittelalterliche Pallas neben dem Torbau ist nur noch in Resten vorhanden und wurde zu einem neuzeitlichen Wohnhaus umgestaltet. Die Bertradaburg befindet sich in Landes- und Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. Einige Räumlichkeiten werden als Ferienwohnungen vermietet.
Ebidat

Kasteel Beusdael


Die Wasserburg mit dem imposanten Bergfried soll der Sage nach bereits zur Zeit Karls des Großen errichtet worden sein. Sehr viel wahrscheinlicher ist aber ein Enstehungsdatum im 13.Jh. Die ersten urkundlich erwähnten Burgherren waren 1323 Johan Schevart van Oy und 1334 Herman van Abousdayl. Die wechselnden Besitzverhältnisse über die Jahrhunderte sind recht gut dokumentiert.
Der kleinere Rechteckturm und die beiden Wohnflügel aus roten Backsteinen stammen aus dem 16.Jahrhundert. Weitere bauliche Veränderungen erfolgten 1882, als eine Kapelle, ein kleinerer Turm neben der Kapelle im Innenhof, Brücke und Torhaus ergänzt wurden.
Das Kasteel wird bewohnt und ist nur bei raren dort stattfindenden Veranstaltungen zu besichtigen.
Trois Frontieres

Burg Blankenstein


Höhenburg aus dem 13.Jh, Bauabschluss in der ersten Hälfte des 15.Jh. Bereits im gleichen Jahrhundert ausbleibende Reparaturarbeiten und beginnender Verfall, der sich im 16. und 17.Jh. fortsetzte - beschleunigt durch wechselnde Besetzungen. Ab 1662 Teilabbruch wegen militärischer Nutzlosigkeit. 1863 Nutzung durch eine Fabrik zur Garnveredelung und bereits ein Jahr später Gastronomiebetrieb, der sich bis heute fortsetzt.
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Burg Gräfgenstein


Die kleine Burg wurde vermutlich im 13.Jahrhundert als Verwaltungssitz und Grenzbefestigung zwischen zwei Herrschaftsgebieten erbaut. Später diente sie als Rittersitz. Im ausgehenden 19.Jh. wandelte sich die Nutzung zu einem Bauernhof. Seit 2021 gibt es einen neuen Eigentümer, die Burg wird derzeit denkmalgerecht saniert und ist nicht zugänglich.
Baufortschritt auf Instagram
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Haus zum Haus


Gelegen an einer Furtstelle über das kleine Flüßchen Anger, wurde hier bereits im 9.Jh. eine Wallburg erbaut. Nach deren Zerstörung im 12.Jh. erfolgte 1276 der Ausbau zur heutigen Wasserburg. In den 1970er Jahren war die Burganlage marode und wurde von einem neuen Besitzer restauriert und um moderne, optisch angepasste Gebäude ergänzt.
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Schloss Hülchrath


Schloss Hülchrath - so wie es sich heute darstellt - ist zu einem großen Teil ein von der Neogotik inspirierter Neubau des 20.Jahrhunderts. Dennoch sind einige wesentliche Teile aus früheren Bauphasen erhalten geblieben.
Die Gründung von Burg Hülchrath geht auf eine Motte zurück, die hier um die erste Jahrtausendwende entstand. Um 1120 existierte bereits ein steinerner Rundturm, von dem nur ein rekonstruiertes Fundament erhalten blieb. Zwischen 1200 und 1255 erfolgte ein Ausbau zu einer wehrhaften Wasserburg. Als kurkölnische Landesburg wurde der Burg Mitte des 14.Jahrhunderts eine bauliche Verstärkung zu Teil. Zusammen mit Burg Linn verkörperte die einstige Burg Hülchrath innerhalb der kurkölnischen Landesburgen den Typus einer polygonalen Rundburg. 1499 konnte sie einer Belagerung ohne Schäden widerstehen. Dies verlief anders im Truchsessischen Krieg, als die Burg 1583 erobert und beschädigt wurde.
Ab 1609 wurde die Anlage weiter verstärkt, fiel aber 1642 nach einer Belagerung ein weiteres mal. Ihr vorläufiges Ende kam 1687 nach einer Belagerung während des französisch-niederländischen Krieges. Es folgte weiterer Zerfall und ein Teilabriss während des 19.Jahrhunderts. Erst ab 1907 und einem Besitzerwechsel erfolgte ein idealisierter Wiederaufbau und der Namenswechsel von "Burg" zu "Schloss".
Der Komplex befindet sich heute in Privatbesitz und wird bewohnt. Fotografieren ist nur mit expliziter Genehmigung gestattet, eine freie Besichtigung nicht möglich.
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Burg Klempenow


Ursprünglich von Wassergräben umgebene Niederungsburg, erbaut ab 1231, erste urkundliche Erwähnung 1331. Im Laufe ihrer Geschichte litten Burg und Nebengebäude unter eroberungsbedingten Zerstörungen und einem instabilen Untergrund. Die heutigen Gebäude zeigen den Ausbaustand von ca. 1820.
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Burg Linn


Im 12.Jahrhundert Umbau einer Motte zu einer Burg mit Ringmauer aus Tuffstein. 1188 Änderung der Pläne und Verwendung von stabileren Backsteinen als Material, sowie Einbau von 6 runden Flankierungstürmen. 1704 und 1715 durch Brände weitgehend zerstört. Erneuter Aufbau der Ruine ab den 1950er Jahren. Heutiger Baubestand größtenteils aus dem 13.Jahrhundert.
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Archäologie Krefeld



Burg Lissingen


Ehemalige Wasserburg, die 1559 durch Teilung zu einer Ganerben- / Doppelburg der Brüder von Zandt wurde. Im Keller der Unterburg finden sich Reste eines Wehrturms aus dem vermuteten 10. oder 11. Jh.n.Chr. Eine erste urkundliche Erwähnung der Burg gibt es aus dem Jahr 1212. Während 200 Jahren entstanden auf dem Boden dieser Wirtschaftsburg drei Wohntürme, die 1662 im Herrenhaus der Unterburg aufgegangen sind. Zuvor war es bereits zu der erwähnten Teilung gekommen, der zur Folge es nun zwei Herrenhäuser, zwei Burghöfe und zwei Vorburgen gab.
Die Teilung betraf auch die Burgkapelle der Oberburg. Nach Streitigkeiten erging 1705 ein richterlicher Erlaß, wonach die Familien von Ahr und von Zandt gegenüberliegende Eingänge zu benutzen hatten. 1783 erfolgte ein Neubau der Kapelle.
Die Teilung der Burg hat sich bis zum heutigen Tag erhalten, beide Hälften haben verschiedene bürgerliche Besitzer. Gemeinsam ist den Burgen, dass sie nur nach Voranmeldung besichtigt werden können - ansonsten bleiben die Tore geschlossen. Die Burgen gehören neben Eltz und Bürresheim zu den wenigen nie zerstörten Burgen der Eifel.
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Burg Rheinfels


Erbaut 1245 als linksrheinische Zollburg. Im 14.Jh. erhebliche Ausbaumaßnahmen mit mehreren Türmen. Die Burg wurde mit Beginn des 15.Jh. zu einer Residenz mit ausgeprägter höfischer Kultur. Im gleichen Jahrhundert folgten Besitzerwechsel und Erbstretigkeiten. Das 16.Jh. sah einen Ausbau zu einem Renaissenceschloss und weitere Sanierungen. Kämpfe während des 30jährigen Krieges beschädigten die Burg, danach wurde sie in der zweiten Hälfte des 17.Jahrhunderts hangaufwärts zu einer mächtigen Festung auf dem Wackenberg ausgebaut, die sich nun gegen Frankreichs Interessen wand. Mehrere Belagerungen durch die Franzosen konnten abgewehrt werden. 1758 wurde die Festung erstmalig kampflos an französische Truppen übergeben, ein weiteres mal 1794. In den drei folgenden Jahren wurden Festungswerke, Schloss und Bergfried von französischen Revolutionstruppen gesprengt.
Der flächenmäßig größte Teil der heutigen Ruinen stammt von den Festungsanlagen des 17.Jahrhunderts und ist nicht zugänglich. Begehbar sind vor allem die Überbleibsel des 13.-16.Jahrhunderts.
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Burg Thurant


Die Burg Thurant liegt an einem Steilufer der Mosel. Ihre Erbauung geht auf eine Zeit zwischen 1198 und 1206 zurück, ihr Name wurde einer Kreuzfahrerburg im Libanon entlehnt. Zu einer Besonderheit wurde sie nach 1248, als sie zwischen den Erzbistümern Trier und Köln aufgeteilt wurde. Sie erhielt eine Trennmauer und beide Hälften verfügten über einen Bergfried, Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie einen separaten Eingang.
1542 galt sie bereits als baufällig und wurde als Steinbruch benutzt. 1689 wurden durch französische Truppen weitere Zerstörungen hinzu gefügt, lediglich die Bergfriede und ein Wohnhaus überstanden die Maßnahme. 1812/13 wurde der Kölner Pallas durch napoleonische Truppen zerstört.
1915/16 gab es einen ersten Wiederaufbau. Nach Zerstörungen im 2.Weltkrieg wurde das Herrenhaus zwischen 1960 und 1962 rekonstruiert.
Die Burg befindet sich seit 1911 in Privatbesitz und wird bewohnt, kann aber ohne Führung besichtigt werden.
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Letzte Änderung: 22.05.2022 - 13:56
Quelle: www.lipinski.de/burgen/13jahrhundert.php
Abgerufen: 04.02.2023 - 17:22 Uhr
Autor: Klaus Lipinski, Düsseldorf
Email: info(at)lipinski.de
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