Kartonfabrik Laakmann
(Oktober 2003)

Ein unscheinbares Gebäude entlang einer Durchgangsstraße beherbergt die ehemalige Fabrik, deren Produkte wohl schon jeder einmal in der Hand gehalten hat. Die "H.Laakmann Kommanditgesellschaft Kartonfabrik Langenberg" - so der offizielle Name - fertigte einst die Kartonagen, aus denen Eisenbahnfahrkarten für die unterschiedlichsten europäischen Eisenbahngesellschaften gestanzt wurden. Was von der Straße aus gesehen als ein einstöckiges Haus erscheint, entpuppt sich von der Rückseite als ein mehrgeschossiges Gebäude, dass direkt an den steilen Hang gebaut wurde. Begrenzt durch die Straße auf der einen Seite und den Deilbach und die Eisenbahngleise auf der anderen Seite, wurde das Gelände sehr kompakt bebaut.
Entstanden ist die Kartonfabrik aus einer Walkmühle für Tuchwaren, die 1848 von Heinrich Laakmann zu einer Papiermühle umgebaut wurde. Nach 147 Jahren wurde die Produktion im Jahr
1995 eingestellt, seitdem herrscht der Konkursverwalter über das Gelände. Das Produktionsende wird sicher nicht nur bedauert. Berichtet wird über eine Umweltbelastung des Deilbaches zur Zeit der Produktion, sowie über das vermehrte Auftreten von Leukämie in Wohngebieten, die der Fahne des Schornsteins ausgesetzt waren.
9 Jahre nach der Schliessung ist von den Maschinen und der Einrichtung der Fabrik nichts mehr zu sehen. Die Büros sind leer, Farbe blättert von den Wänden, der Schimmelpilz hat sich in den Mauern festgesetzt. Teilweise hat auch schon der Abriß begonnen. Genutzt wird das Areal als Baustofflager und von Sprayern, die viele Wände im Inneren "verziert" haben.

 

Warnung Straßenfront Spiegelung Shed-Dächer
Küche Kantine
Umkleide Waschraum Treppenhaus
Im Verwaltungstrakt Im Verwaltungstrakt Anleitung in der Küche
Produktionshalle Panorama