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Burgen und Festungen des 16.Jahrhunderts - frühe Neuzeit


Rondelle zeigten schon bald ihre Nachteile: durch die Rundung gab es einen toten Winkel, die Tragkraft der obersten Ebene war nicht mehr ausreichend für die zunehmend schwereren Geschütze und die darunter liegenden Kasematten besaßen keinen ausreichenden Rauchabzug.
Nach und nach lösten die spitzwinkeligen Bastionen die Rondelle ab. Wälle wurden geneigt angelegt, um den neuen Eisenkugeln ihre Wucht zu nehmen.




Burg Geretzhoven


Ehemalige Wasserburg mit einem Herrenhaus aus dem 16.Jh. Das Herrenhaus liegt heute inmitten eines Wirtschaftshofs. Ein Wassergraben umgibt eine Obstwiese sowie auf zwei Seiten das Herrenhaus. Verteidigungswerke sind nicht mehr zu erkennen.
Die Burg befindet sich in Privatbesitz und kann für Veranstaltungen gebucht werden.
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Harff'sche Burg


Der relativ kleine Ort Nörvenich verfügt über gleich drei historische Burganlagen: die Großmotte "Alte Burg", das Schloss Nörvenich ("Gymnicher Burg") und die Harff'sche Burg.
Die Harff'sche Burg ist dabei diejenige mit dem jüngsten Entstehungsdatum.
Bis 1394 residierte auf der Gymnicher Burg der Amtmann Werner von Vlatten-Merode. Nach seinem Tod fiel der größere Teil seines Besitzes mit der Gymnicher Burg an seinen ältesten Sohn Wilhelm. Der jüngere Bruder Werner von Vlatten kam erst zu seinem Burghaus, indem er 1400 einen wasserumwehrten Adelsitz im Neffeltal von Werner von Thorr erwarb.
1546 heirateten Johann von Harff Herr zu Geilenkirchen und Irmgard von Plettenberg, letztere brachte u.a. den Rittersitz in Nörvenich in die Ehe ein. An Stelle des alten Burghauses ließen sie einen Neubau errichten, der aber unvollendet blieb. Geplant war ein winkelförmiger Burgbau mit Wehrmauern und Hofanlage. Nur einer der beiden Gebäudeflügel wurde offenbar vollendet. Allerdings gibt es an der Fassade linksseitig des Treppenturms gut erkennbare Balkenlöcher und einen Kamin. Man kann davon ausgehen, dass es dort einen Anbau gegeben hat.
Die "Burg" diente keinen militärischen Zwecken und wurde über die Jahrhunderte von mehreren zumeist adeligen Familien als Wohnsitz genutzt. Seit 1880 ist sie unbewohnt und verfällt seitdem. 1904 stürzte das Dach ein, 1909 folgten die Staffelgiebel. 1932/33 wurde die Ruine zusammen mit dem benachbarten Trompeterhof an einen Kölner Industriellen verkauft, der mit Erhaltungsmaßnahmen am Treppenturm, dem Erker und den Mauern begann. Wegen des Resourcen verschlingenden Baus des Westwalls wurden diese Arbeiten nicht vollendet. 1957 erwarb die derzeitige Besitzerfamilie die Gesamtanlage. Erhalt- und Sicherungsmaßnahmen mit Unterstützung öffentlicher Gelder laufen seit 2019. Die Harff'sche Burg kann nicht besichtigt werden.
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Stiftung Denkmalschutz

Zitadelle Jülich


Erbaut ab 1545 und damit älteste Zitadelle nördlich der Alpen. Bauzeit gut 30 Jahre, Fertigstellung 1580. 1860 aufgegeben. In der Anfangszeit befand sich innerhalb der Zitadelle das Herzogliche Schloss. Der Jülicher Brückenkopf ist neueren Datums, mit seinem Bau wurde 1799 unter Kaiser Napoleon begonnen.
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Festung Königstein


Eine der größten europäischen Bergfestungen, erbaut zwischen 1589 und 1597. Ein weiterer Ausbau erfolgte nach dem 30-jährigen Krieg und im 19.Jahrhundert. Von einer spätmittelalterlichen Burg ist nur noch eine Burgkapelle erhalten.
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Burg Lüdinghausen


Zu sehen sind heute in erster Linie Gebäude aus dem 16. und 19. Jahrhundert. Die Wasserburg hat ihren Ursprung wohl im 12.jahrhundert, die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1271. 1538 wurde ihr Zustand als "verfallen" bezeichnet. Ein Brand führte zu weiteren Zerstörungen. Zwischen 1569 und 1573 wurde auf den alten Grundmauern ein Schloss im Stil der Renaissance errichtet. Während des 30-jährigen Krieges erhielt die äußere Anlage spitzwinkelige Elemente einer Festungsanlage.
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Burg und Motte Nesselrath / Nesselrode


Haus Nesselrath wurde einst als Wasserburg erbaut. Von dieser Burg Nesselrath ist weder bekannt, wann genau sie erbaut wurde, noch ist etwas davon erhalten geblieben. Das sie bewohnende Geschlecht derer von Nesselrode ist seit 1254 (1303) verbürgt. Etwa seit dieser Zeit übernahm Burg Nesselrath die Funktionen der benachbarten Burg Leysiefen.
1536 wurden das Herrenhaus und die Vorburg neu erbaut. 1847 brannte ein Teil der Vorburg in Folge eines Blitzeinschlages ab, 1850 wurde auch das beschädigte Herrenhaus abgerissen. Die verbliebenen Gebäudeteile werden seitdem für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Erhalten geblieben sind lediglich das Torhaus und einige Mauer- und Fundamentreste.
Die Motte Nesselrath liegt nur wenige hundert Meter entfernt von der früheren Burg Nesselrath. Hier ist zu bedenken, dass nichts über die Anlage bekannt ist. Es kann sich um eine Motte und möglichen Vorgängerbau von Burg Nesselrath handeln, ebenso möglich ist auch, dass es sich hier um die Reste eines Speichergebäudes handelt. Der Mottenhügel wäre im Verteidigungsfall ein leichtes Ziel für hangseitig positionierte Bogenschützen. In heutiger Zeit befindet sich in ihrem Umfeld auch kein Gewässer um den Graben zu fluten - insofern bleibt die Funktion der Anlage ebenso rätselhaft wie ihre Enstehungszeit.
EBIDAT - Motte Nesselrath
EBIDAT - Haus Nesselrath
Schloss Nesselrode - Nesselrath (bei M.Tettinger)
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Schloss Oberglogau / Zamek w Glogówku


Eine Burg mit Wehrturm stand hier bereits seit Ende des 13.Jahrhunderts. Mitte des 16.Jh. entschieden die Herren von Oppeldorf die Burg abzutragen und an ihrer Stelle ein Schloss zu bauen. Der älteste Teil des Komplexes ist das von 1561-1577 erbaute Oberschloss. An seiner Seite wurde einige Jahrzehnte später das Niederschloss errichtet. Beide Gebäudeteile wurden im Laufe der Zeit erweitert und umgebaut, zuletzt 1849 unter dem damals aktuellen Stiltrend der Neogotik. Seit den 1990er Jahren stand das Schloss zwei Jahrzehnte lang leer und verfiel. Inzwischen beherbergt es ein Museum.
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Burg Odenhausen


Burg Odenhausen wurde seit 1560 stilistisch nicht wesentlich verändert und stellt einen Übergangstyp von den wehrhaften Burgen des Mittelalters zu den repräsentativen Häusern der Renaissance dar.
Im Zeitraum zwischen 1400 und 1428 entstand neben einer älteren Motte aus dem 11.Jh. die Wasserburg Odenhausen - sehr wahrscheinlich auf der Fläche der vormaligen Vorburg. Aus dieser Bauphase des 15.Jh. stammt sehr wahrscheinlich noch der älteste Gebäudeteil (Süd-Ost-Ecke der Hauptburg) - hier wird sogar auch das 13./14.Jh. als mögliches Baudatum genannt. Zwischen 1545-1560 erfuhr die Burg Odenhausen grundlegende Umbauten, die noch immer das heutige Erscheinungsbild eines Renaissance-Ensembles prägen. Es entstanden zwei weitere Häuser, die zu einem zweiflügeligen Gebäudekomplex führten. Der von Fachwerk dominierte Innenhof wurde durch zwei Wehrmauern und einen prägnanten Rundturm gesichert.
Im 19.Jh. verfielen Turm und Wehrmauern, nur die Vorburg war noch in gutem Zustand. Erst 1904 brachen mit einem neuen Eigentümer bessere Zeiten an - was allerdings nicht für inzwischen baufällige Gebäude der Vorburg galt, die abgerissen wurden. Seitdem haben verschiedene Besitzer die Burg restauriert und modernisiert. Zuletzt wurde eine verfallene Brücke zum Park durch eine clevere Lösung aus Stahl ersetzt - ihr Klappmechanismus ahmt die Funktion früherer Zugbrücken nach.
Die Vorburg wurde ebenfalls um 1560 ausgebaut und bestand einmal aus drei Flügeln und wurde komplett von Wassergräben umschlossen. Heute ist nur noch ein Flügel erhalten, der Wassergraben wurde auf anderthalb Seiten verfüllt. Burg Odenhausen ist eine Wasserburg - was insodern erstaunlich ist. dass sie nicht in einer Talsenke sondern an einem Hang des Wachtbergs steht. Dieser erkaltete Vulkanberg speist über drei Quellen und Drainagen den im Untergrund tonhaltigen Burggraben mit Wasser.
Die Burg befindet sich in Privatbesitz, der sie umgebende Park wurde von den Burgbesitzern freundlicherweise der Allgemeinheit für einen Besuch geöffnet.
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Burg Odenhausen
B.Peter: Wasserburg Odenhausen

Schloss Paffendorf


Zwischen 1531 und 1546 erbaut, Vorburg zwischen 1745 und 1753. Umbau zu neogotischem Schloss zwischen 1861 und 1865.
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Deutschordens-Kommende Siersdorf


Das bestehendes Herrenhaus wurde ab 1578 erbaut und imitiert die Bauweise einer Wasserburg.
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Wasserschloss Quilow


Das Schloss wurde zwischen 1560 und 1575 erbaut. Von einem evtl. mittelalterlichen Vorgängerbau ist nichts erhalten. Das Herrenhaus war jetzt ein adeliger Wohnsitz mit ausschließlicher Repräsentationsfunktion und im Gegensatz zu früheren Adelssitzen ohne Wehrfunktion. Statt eines Schutz bietenden Donjons beherbergt der Turm nun nur noch ein Treppenhaus.
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Burg Vischering


Die Wasserburg aus dem 16.Jahrhundert geht auf eine Gründung im Jahr 1271 zurück. Sie wurde als Zwingburg gegenüber den Herren von Lüdinghausen errichtet, die auf den Burgen Lüdinghausen und Wolfsberg residierten. Zwischen 1521 und 1580 erfolgte nach einem Brand der Wiederaufbau. War der Vorgängerbau der Kernburg noch durch Schießscharten gekennzeichnet, so erhielt der Renaissance-Neubau nun Fenster. 1617 wurde die Auslucht hinzu gefügt.
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Schloss Walbeck


Die frühere Wasserburg geht im Kern auf das 14. Jahrhundert zurück, eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1403. Analogien zu anderen Gebäuden dieser Zeit legen nahe, dass es damals bereits eine viereckige Burg mit hoher Ringmauer und Eckerkertürmen gegeben hat. Umbauten und ein Brand im Jahr 1833 veränderten das Aussehen. Heute besitzt das sich nunmehr zum Schloss gewandelte Gebäude Änlichkeiten mit einem niederländischen Casteel.
Gegenwärtig wird es als Hotel und Veranstaltungsort genutzt, der Zugang ist daher nur temporär möglich.
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Letzte Änderung: 06.04.2024 - 18:47
Quelle: www.lipinski.de/burgen/16jahrhundert.php
Abgerufen: 14.06.2024 - 04:19 Uhr
Autor: Klaus Lipinski, Düsseldorf
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