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Titelbild von Burgen Titelbild von Burgen des 17.Jahrhunderts
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Burgen, Schlösser und Festungen des 17.Jahrhunderts - frühe Neuzeit


Der 30jährige Krieg (1618-1648) überzog Mitteleuropa und das "Heilige Römische Reich (deutscher Nation)" mit all seinen Schrecken. Ein Großteil der Zivilbevölkerung kam durch Gewalteinwirkung, Hunger und Seuchen zu Tode. Ebenso wurden zahlreiche Burgen zerstört, teils durch direkte Kriegseinwirkung oder zur Bestrafung der unterlegenen Partei. Bedingt durch fortgeschrittene Militärtechnik hatten Burgen nun ihren militärischen Nutzwert verloren.
Bislang waren Burgen sowohl ein Ort des Wohnens, als auch der Verteidigung. Diese Funktion spaltete sich nun auf: Festungen übernahmen die militärische Funktion, während Schlösser und umgebaute Burgen jetzt der Repräsentanz dienten.




Haus Böckum


Ehemalige Wasserburg, die aus dem 14.Jh. stammende Kernburg existiert nicht mehr. Erhalten sind lediglich Teile der 1661 umgebauten Vorburg. Damals wurde das turmgeschmückte Herrenhaus und der Tobau funktional von der Kernburg zum nördlichen Abschnitt der Vorburg verlegt. Die übrigen Wirtschaftsgebäude stammen aus dem 18. und 19.Jh. Die Gebäude weisen starke Bauschäden auf, derzeit laufen Baumaßnahmen, die gesamte Anlage soll zu einer Wohnanlage umgebaut werden. Der Wassergraben ist nur noch im Bereich der früheren Kernburg mit Wasser gefüllt.
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Burg Bouillon


Im Kern ist die Burg ein Bauwerk des 11.Jahrhunderts und damit vergleichsweise alt. Im 17.Jh. wurde die Burg durch Vauban zu einer Festung umgebaut. Ein weiterer Umbau erfolgte noch einmal im 19.Jh.
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Haus Gastendonk


Die ehemalige Wasserburg Gastendonk soll bereits um das Jahr 1000 n. Chr. errichtet worden sein. Über diesen Bau ist nichts näheres bekannt. Im Spätmittelalter war das Rittergut nur von einem Erdwall umgeben. Lediglich das Torhaus war aus Backsteinen gefertigt, Reste davon konnten im heutigen Torhaus gefunden werden. Schwerpunktmäßig ab dem Jahr 1627 wurden unter Konstantin von Nievenheim die geplünderten Wirtschaftsgebäude mit einer Ummauerung und Ecktürmen versehen - dieses Bauvorhaben wurde aber nicht abgeschlossen.
Die beiden Wassergräben aus früherer Zeit sind nur noch als Fragmente erhalten und zudem ausgetrocknet. Im Torbau ist noch die Anlage einer früheren Zugbrücke zu erkennen, die später einer Steinbrücke gewichen ist. Die U-förmige Vorburg wird heute als gehobenes Wohndomizil genutzt, das dahinter liegende Herrenhaus stammt aus dem Jahr 1759 und diente früher den Kölner Domherren als Sommerresidenz.
Ebidat

Burg Holzheim


Das, was von der 1333 erstmals erwähnten Burg Holzheim von Außen zu sehen ist, sind die Wirtschaftsgebäude der Vorburg, die aus dem 17. und 18.Jh. stammen. Aus dieser Zeitspanne stammt auch der untere Teil des Torturms, dessen oberer Teil allerdings neuzeitlich ist. Der Schriftzug "AD 1122" ist irreführend. Das Wappen am Torturm stammt von 1616.
Das Herrenhaus ist älter und stammt aus dem 15./16. Jahrhundert. Es bleibt den Blicken verborgen, die Anlage ist in Privatbesitz und wird als Reiterhof genutzt.


Haus Kemnade


Schlossartige Wasserburg 1589 durch ein Feuer stark beschädigt, ab 1602 Wiederaufbau bis 1704.
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Zitadelle von Namur


Die auf einem Bergsporn gelegene Festung entwickelte sich seit dem 14.Jahrhundert hangaufwärts. Durch ständige Umbauten hat die Anlage mehrfach ihre Gestalt geändert. Wesentliche Änderungen waren die Festungswerke des 16.Jh ("Médiane") und des 17.Jh ("Terra Nova"). Die Burgspitze wurde dabei zu einer Bastion umgebaut. Das Hauptaugenmerk verlagerte sich aber zu den hangaufwärts gelagerten Bereichen, die als Schwachpunkt ausgemacht wurden. Im Untergrund des Felsens befinden sich kilometerlange Gänge, die Festung ist eine der größten in Europa.
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Letzte Änderung: 22.05.2022 - 13:56
Quelle: www.lipinski.de/burgen/17jahrhundert.php
Abgerufen: 04.02.2023 - 17:15 Uhr
Autor: Klaus Lipinski, Düsseldorf
Email: info(at)lipinski.de
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