Airbase Laarbruch
(Januar 2006 & Juli 2007)

Wenn ein Licht zur Begrüßung entzündet wird, hat dies normalerweise einen gastlichen und freundlichen Charakter. Wenn sich die Lichter aber durch Bewegungsmelder reihenweise in einer nahezu unbewohnten Stadt einschalten, mutet das schon fast gespenstisch an. Die Menschen sind weg, aber die Infrastruktur bleibt weiter intakt.
Aus einem Bunker dröhnt ein tiefe Brummeln. Innen im Dunkel der Gänge wird aus dem Brummeln ein Inferno, Druckwellen erfassen den Körper und pressen fast die Luft aus den Lungen. Das donnernde Herz der Anlage liefert mit seinen Generatoren noch immer Strom. Den Strom, mit dem einmal ein RAF-Stützpunkt seine Autarkie im Krisenfall bewahren sollte.

Das Licht, was an der einen Stelle scheint, fehlt dafür an anderer. Der Kinosaal ist ein großes, muffiges und dunkles Loch - kaum mit einfachen Mitteln auszuleuchten. Hier gingen nicht nur Soldaten hin, sondern ganze Familien. Die ehemalige Airbase war eine Stadt für sich, mit allem, was dazu gehört: Schule, Einkaufszentrum, Kindergarten, Schwimmbad, Kino.
Wo in den niederrheinischen Sommern reger Schwimm- und Planschbetrieb geherrscht haben mag, hat heute ein aufgedunsener und nunmehr des Schwimmens mächtiger toter Hase das Becken fast für sich. Lediglich die Frösche haben hier noch die Erlaubnis zu schwimmen. Nein, auch an einem heißen Juli-Tag lädt dieses Becken nicht mehr zu einer Abkühlung ein.

Weiterführende Links:

Royal Air Force Museum Laarbruch-Weeze
RAF Laarbruch

 

Verbotene Zone Siedlung ohne Menschen Die Bewegungsmelder stehen noch unter Strom Licht! Tankstelle
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