Die namenlose Klosterschule
(März 2007)

Doch - es gibt einen Namen für diese Gebäude. Aber der soll unbekannt bleiben, damit der Ort vor Vandalismus geschützt bleibt. Und so kursiert nach außen nur das Kunstwort "Valmea", unter dem das Kloster schon mal hier und dort im Internet zu sichten ist.
Hoffentlich mag das als Schutz reichen. Ist es doch einer der wenigen Orte, die eine stille Würde verströmen.
Es ist ein verwinkelter Bau, Raum reiht sich an Raum, hinter jeder Ecke folgt eine weitere. Dunkelheit regiert im Erdgeschoss - der verriegelten Fenster wegen - und Licht durchströmt die oberen Etagen. Kaum etwas ist zu hören von der Stadt rings um, nur andauernd ertönt im 15-Minuten-Takt das Läuten einer Glocke. Und dann, ganz plötzlich, noch etwas anderes. Schritte im Obergeschoss. Etwas rumpelt laut und vernehmlich. Und ich beschließe das Gebäude zu verlassen ...

1840 wurde von Victor Scheppers die Ordensgemeinschaft der Schwestern "Unsere Liebe-Frau der Barmherzigkeit" (frei übersetzt) gegründet, die sich der Tradition von Franz von Assisi verbunden fühlte. 1860 wurde in den Gebäuden eine Mädchenschule eingerichtet, weitere Schulen an anderen Orten folgten im Laufe der Jahre. 1912 wurde das Kirchengebäude fertiggestellt. Ende Juli 1995 verließen die letzten Ordensschwestern ihr Stammhaus.
Seit Jahren schon stehen nun das Kloster und die Schule leer, zwei millionenschwere Investorengruppen interessierten sich für das Gebäudeensemble um dort Wohnungen zu schaffen. Warum es mit der Sanierung nicht vorwärts geht, bleibt mir rätselhaft.

 

Strassenansicht Blick zum Innenhof Glockenturm Zwischenraum Zwischenraum - Panorama
hinaus in den Garten Das Monster schaut mal kurz vorbei ... Bogengang Ton in Ton "Roter" Raum
Braunes Zimmer Zimmer mit Sessel strahlendes Rot Bonbonfarben Blaues Zimmer
Anno 1979 Wohnliches Ambiente Chefsessel nobler Thron Ort der Ruhe
Durchgesessen Schattenspiel Schute Azul Remy Pilze
Radiobutton Küche Küchenszene Fahrradwäsche Treppe
Panorama hinter der Kapelle