Basaltgruben
(Vulkaneifel, Frühjahr 1998, Februar + März 2003)
In der Gegend um Mayen wird seit 2000 Jahren Basalt abgebaut. Anfänglich im Tagebau, wurde der Basalt ab dem späten Mittelalter auch im Untertagebau gewonnen. Dabei entstanden unterirdische Hallen, "Geglöcks" genannt. Diese Verfahrensweise wurde bis etwa 1900 angewendet, die Hallen dienten später oft als Bierkeller. Auch heute tun sich mitunter direkt vor den Füßen Öffnungen auf, die den Einstieg in das bis 60 m tiefe Geglöcks markieren. Einstürze dieser Hallen sind zum Glück selten, vor einigen Jahren soll ein solcher Einsturz durch eine über dem Geglöcks aktive Baumaschine verursacht worden sein. Kran mit Antrieb ausserhalb des KranhausesÜber dem Geglöcks arbeiteten ab 1700 von Pferden oder durch Menschenkraft betriebene Göpelwerke, die den Basalt nach oben beförderten. Seit ca. 1850 wurde wieder im Tagebau gearbeitet (bis 25m Tiefe), der Basalt wurde über Kräne gefördert.
Die Elektrifizierung der Kräne ab dem Jahr 1903 brachte eine bedeutende Steigerung der Effizienz und setzte sich weitgehend durch. Anfangs befanden sich Getriebe und Motor als Kontergewicht außerhalb des Kranhauses.

Versteckt in den Wäldern zwischen Mayen, Ettringen und Kottenheim stehen noch Dutzende alter Kräne. Manche wurden in den letzten Jahren in beschilderte Rundgänge integriert, manche befinden sich in noch aktiven Steinbrüchen, aber viele bieten bei ihrer Entdeckung noch immer ein romantisches Abenteuergefühl.